Glam-Rock im Schlosshotel Kronberg

Ich bin 26 Jahre alt. Als die Hard-Rock Band EUROPE aus Schweden am 14. Februar 1986 ihren Hit „The Final Countdown“ landete und sich damit auf Platz eins der Deutschen Charts katapultierte, war ich kurz davor, das Licht der Welt zu erblicken. Ich habe meine Partynächte also nicht mit diesem Song verbracht und kann nichts zu dem Hype sagen, der damals zweifellos um diese Band herrschte. Ich kenne sie und den Song und weiß auch, dass er auch heute noch Fans und Nicht-Fans in den Fußballstadien zum Tanzen animiert. Aber das ist auch schon alles. Umso spannender fand ich es, dass EUROPE – wie vor ihnen schon andere Alt-Rocker – wieder Bühnenbretter und Publikumsnähe spüren wollen. Und das im Schlosshotel Kronberg im schönen Taunus, meinem Kunden.

Bei herrlichstem Sonnenschein am Pfingstmontag erschien ich in meiner Funktion als PR-Frau also das erste Mal mit Ansage zum Abrocken im Schloss. Gemeinsam mit RADIO BOB! gab die Band an diesem Abend ein exklusives akustisches Konzert im Grünen Salon des ehrwürdigen Hotels, zu dem nur 160 ausgewählte Gäste geladen waren. Die Show begann und ganz ehrlich: Ich war überrascht, wie gut rockige Attitüde und edles Ambiente zusammengehen. Sänger Joey Tempest und Gitarrist John Norum fügten sich bestens in das edle Ambiente des Grandhotels ein. Und dabei haben sie, wie mir die älteren Gäste (also älter als ich) versicherten, nichts von ihrem Rockercharme verloren. Die Band spielte neben den Klassikern „The Final Countdown“ und „Carrie“ insbesondere Songs des  brandneuen, neunten Studioalbums „Bag of Bones“. Besonders wurde natürlich zu den älteren Songs gerockt –  und mitgesungen.

Nach dem 45-minütigen Konzert stand die Band Medienvertretern und durchweg begeisterten Fans für Fragen und  Autogrammwünsche zur Verfügung. Später wurde in der VIP Lounge auf der sommerlich eingedeckten Terrasse des Schlosshotels bei Champagner ordentlich gefeiert. Fazit: einige der Fans verrieten, dass Joey Tempest früher schon ein wenig besser gesungen hätte, aber gut, das ist wohl verzeihlich. Der guten Stimmung tat das jedenfalls keinerlei Abbruch. Und auch wenn ich es ja nicht wirklich beurteilen kann: ich fand es große Klasse und summe immer noch vor mich hin: We’re leaving together, but still it’s farewell…. 26 Jahre später eben. Aber hey! Besser als nie, oder?

Eure Marie


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