Waisenhäuser bauen und Elefanten pflegen: VolunTourismus

Waisenhäuser bauen und Elefanten pflegen: VolunTourismus

Im Urlaub unbezahlt arbeiten? Was sich im ersten Moment wunderlich anhört, hat sich in der Tourismus-Branche längst zu einem echten Boom entwickelt. Die Rede ist von VolunTourismus, einer spannenden Kombination aus Tourismus und ehrenamtlichem Freiwilligendienst, weit weg von 70er Jahre-Hotelklötzen und überfüllten Ballermann-Stränden. Ein Trend, der vor allem eine junge, abenteuerlustige Generation der 18-30-Jährigen anzieht, die in ihrem Urlaub nicht nur faul am Pool liegen, sondern nebenbei in lokalen Projekten mitarbeiten und dadurch die Welt ein Stück besser machen möchten. Ebenfalls interessieren sich immer mehr jung Gebliebene für diese sinnvoll  genutzte Art und Weise einer Auszeit.

Der neue Stil des Reisens macht sich auch in der Branche bemerkbar. Immer mehr deutsche Agenturen und Organisationen, staatlich wie auch privat, steigen in den Freiwilligen-Tourismus ein und locken mit Angeboten, die das Leben verändern sollen. Ob nur ein paar Wochen oder ein ganzes Jahr, als fertig organisiertes Paket oder als frei gestaltbarer Einsatz – hier wird alles für den unvergesslichen Abenteuertrip in die verschiedensten Regionen der Welt angeboten.

Und so schwärmen ca. 3.500 VolunTouristen jährlich in die entlegensten Winkel der Welt, um Straßen zu bauen, Tsunami-Schäden zu beseitigen oder kleine Waisen in den Armen zu schaukeln. Ziel ist es, auf ungewöhnliche Weise eine neue Kultur kennenzulernen, sich auf die Einheimischen einzulassen und so vielleicht von einem Mzungu, wie man im ostafrikanischen Raum einen Fremden nennt, zu einem Rafiki, einem Freund zu werden. Und dabei natürlich möglichst viel vom Land zu sehen.

Im September 2010 war ich eine von Ihnen. Mit einem Koffer voller Insektenspray und einem Teddybären von meiner Mama flog ich nach Kenia, um dort sechs Monate lang für den Freiwilligendienst „kulturweit“ in der UNESCO-Nationalkommission in Nairobi zu arbeiten. Dass ich mit meiner Mithilfe wirklich die Welt bewegen kann, habe ich wohl nicht erwartet. Nur gehofft. Und im Nachhinhein kann ich sagen: mein Einsatz hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt. Ich wurde herzlich aufgenommen, habe Einblicke in die kenianische Arbeitswelt bekommen und konnte einige tolle Projekte mit kenianischen Studenten umsetzen. Und natürlich habe ich die Chance genutzt, durch Kenia zu reisen, was zu einer der beeindruckendsten Erfahrungen gehört, die ich je gemacht habe. Mit einigen „Rafiki“ – Freunden von damals habe ich bis heute Kontakt. Daher glaube ich auf jeden Fall, dass ein Freiwilligendienst einen viel weitreichenderen Eindruck hinterlässt, als eine „normale“ Reise, ob man in Kenia für die UNESCO arbeitet, im Northern Territory Schildkröten füttert oder in Südafrika Englisch-Unterricht gibt. Auch wenn man die Welt nur  für eine kleine Weile ein kleines Stückchen besser macht , ist VolunTourimus eine Chance, gegenseitige Vorurteile abzubauen und voneinander zu lernen. Zudem kurbelt dieser Trend den Tourismus an Orten abseits der großen Routen an, von dem die Einheimischen auf jeden Fall profitieren.

Wer auch den Traum hegt, einmal Wüstenelefanten und Großkatzen zu pflegen, Häuser und Straßen aufzubauen oder ein Kinderprojekt im  Township betreuen zu wollen, sollte sich auf jeden Fall die spannenden Angebote einiger unserer KPRN-Kunden anschauen.

Unbezahlt im Urlaub arbeiten kann so schön sein.

Northern Territory
http://www.conservationvolunteers.com.au/get-involved/holidays/northernterritory

Namibia
http://ww.okonjima.com/content/PAWS_Volunteer_Programme
http://www.harnas.org/voluntourist-experience/
http://www.desertelephant.org/

Jordanien
http://www.engagingcultures.com/blog/voluntourism-jordan-0
http://www.na2.visitjordan.com/visitjordan-na/ExploreJordan/Voluntourism/tabid/726/Default.aspx
http://www.facebook.com/VolunTourismJo

Südafrika
http://www.volunteerafrica.co.za/
http://www.allafricavolunteers.com/
http://www.volunteeringsouthafrica.co.za/

Thailand
http://www.cbt-i.org/


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