Auf Safari durch die Kinderstube Südafrikas

Frankfurt, 18. Oktober 2012. Jetzt beginnt der Frühling in der südlichen Hemisphäre. Die Natur erblüht und der Busch wird langsam wieder grüner. Das ist auch die Zeit, wo die meisten Tiere ihre Jungen auf die Welt bringen und groß ziehen. Wackelige Kudu-Kälber, verspielte Löwen-Babys und wunderbar tapsige kleine Elefanten sind jetzt am besten zu beobachten.

Babylöwen kommen meistens in einem Wurf mit bis zu vier Geschwistern auf die Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Katzen sind Löwen sehr soziale Tiere und Löwinnen synchronisieren teilweise ihre Geburt, um sich gegenseitig bei der Aufzucht der Jungen zu unterstützen.  Auch werden die Jungtiere von allen weiblichen Löwen gestillt, wenn sie ein wenig älter sind, nicht nur von der eigenen Mutter. Die ersten sechs Wochen verstecken sich die Kleinen im hohen Gras und bleiben ganz nah bei der Mutter. Im Anschluss fangen sie an Fleisch zu essen und mutig die Welt zu erkunden.

Das Giraffenjunge ist meistens ein Einzelkind. Das Kalb hat lange, dünne Beine und muss innerhalb der ersten zehn Stunden laufen lernen, um Raubtieren entkommen zu können. Bei der Geburt hat es bereits sein einzigartiges Fellmuster, das einem Fingerabdruck gleicht. Es ist nur ca. 1,80 m groß und muss noch ordentlich wachsen, um die Höhe seiner Mutter zu erreichen die bei ca. 4,50 m liegt. Die kleinen Hörner sind nach der Geburt ganz flauschig und strecken sich in den ersten Tagen. Giraffen werden bis zu 18 Monate gesäugt, aber fangen bereits mit zwei Monaten an zusätzlich Blattknospen zu fressen.

Kleine Elefanten wirken oft wie kleine, etwas verzogene Menschenkinder. Sie saugen teilweise sogar an ihrem Rüssel, um sich selbst Trost zu spenden. Sie spielen mit ihren Geschwistern und Cousins oder Cousinen am liebsten in matschigen Wasserlöchern, stellen sich in den Schatten der Elefantenkühe und werfen mit Zweigen um sich. Der familiäre Zusammenhalt in einer Elefantenherde ist sehr groß und Waisenkinder werden von der weiblichen Verwandtschaft groß gezogen. Es verwundert nicht, dass Babyelefanten sehr verwöhnt werden, wenn man bedenkt, dass eine Elefantenkuh gerade einmal drei Tage in fünf Jahren fruchtbar ist und eine Schwangerschaft 22 Monate dauert.

Aber auch im Meer wird der Nachwuchs groß gezogen. Die südlichen Glattwale treffen sich nicht nur zum paaren sondern auch zum kalben in der Walker Bay. Von Juli bis Ende November müssen hier die Kälber immer wieder die Bucht auf und ab schwimmen, um später den langen Weg in die Antarktis zurücklegen zu können.

Die deutschen Reiseveranstalter bieten zu allen Jahreszeiten hervorragende Safari-Packages an. Eine Übersicht findet sich auf www.dein-suedafrika.de/reiseangebote.

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