Zu Mir…?

Man kennt das ja, Flug-, Zug- oder Hoteltickets reißen schon mal ein tiefes Loch in die Haushaltskasse aber ab und zu muss man eben doch mal seine Familie in Hintertraufingen besuchen oder will Urlaub machen. Statt sich das Bahnticket in die nächst größere Stadt zu kaufen und dann mit dem Bus oder der Regionalbahn zum Zielort weiterzupendeln, nimmt man eben notgedrungen die Dienste des Mitfahrgelegenheitportals in Anspruch. „Sharing is Caring“ oder auch einfach billiger als ein Bahnticket in den Urlaub. Ich sträube mich gegen diese „Sharing Economy“, die im Zeitalter von Social-Media so zum Trend geworden ist. Zuviel Nähe im mit fünf Mann besetzten Opel-Viersitzer, nerviges „Und was machst du so?“ und zu guter Letzt am besten auch noch Proviant-Keks-Krümel meines Sitznachbarn auf der Hose.

Anders sehe ich da allerdings Plattformen, auf denen man seine Couch an Durchreisende anbieten kann. Die haben sich in den letzten Jahren vervielfacht, weiterentwickelt und sind erfinderischer geworden! Beim guten alten Couchsurfing konnte man für ein paar Nächte ganz unkompliziert und unentgeltlich bei „Locals“ unterkommen, die einem im besten Fall auch noch die Stadt gezeigt bzw.einen auf eine Party mitgenommen haben. Mittlerweile schießen auch andere Plattformen aus dem Boden wie Pilze – da gibt es Airbnb, 9flats oder Housetrip. Im Gegensatz zu dem klassischen Couchsurfing-Vorreitermodell, das mittlerweile ganze 4,8 Millionen Mitglieder zählt, werden bei anderen Plattformen die privaten Unterkünfte ganz regulär vermietet, wobei der Anbieter dafür Provision bekommt. Ein Portal aus den USA bietet z.B. rund 200.000 kostengünstige Unterkünfte. Von normalen Appartements über Hausboote und Windmühlen bis hin zu Baumhäusern und ehemaligen Kirchen. Man kann sogar nach Kategorien suchen z.B. „Jurte – Reisen im Rundzelt“ – dort findet man einen Schlafplatz in den asiatischen Zelten überall auf der Welt. Auch der Kundenkreis besteht nicht mehr nur aus Rucksackreisenden, sondern längst auch aus Familien und Paaren, wobei gemäß einer Housetrip-Studie zwei Drittel von ihnen älter als 35 Jahre sein sollen.

I like – so macht sharen Spaß!

So long,

Linda


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