Ruckedigu, Ruckedigu, Blut ist im Schuh

Wenn man an Tauben denkt, denkt man an Aschenputtel, die Friedenstaube, Turteltäubchen, Liebe, Hochzeit…Die Assoziationskette könnte man unendlich weiterspinnen. Vielleicht denkt man aber auch einfach – und das ist irgendwie wahrscheinlicher – an weiß-gräulichen Taubenmist und echt viele, aufdringliche Vögel, die sich um eine Parkbank scharen, während man dort sein Croissant isst.

Auf dem Renzo-Piano-Haus, einem Hochhaus am Potsdamer Platz in Berlin, wurde ein Taubenhaus eingeweiht. Na super, jetzt kriegen die Viecher auch noch ein eigenes Haus. Das klingt ziemlich seltsam, ist aber dafür gedacht, der Überpopulation Herr zu werden.

Ab Mitte November werden die Tauben dort angesiedelt und angefüttert. Haben die Vögel einmal Eier gelegt, ist der Umzug geglückt. Darauf warten die Berliner Tierschützer: Liegen Eier im Nest, werden sie gegen Kunststoffattrappen ausgetauscht. Die Tauben bemerken den Austausch nicht. Durch die Fütterung im Taubenhaus sind die Tiere nicht mehr gezwungen, am Potsdamer Platz auf Nahrungssuche zu gehen. Der Großteil ihrer jährlichen Pro-Kopf-Produktion von zehn Kilogramm Kot bleibt im Taubenhaus und die Umgebung bleibt so weitgehend verschont. Der Kot wird leicht eingesammelt und hygienisch entsorgt. Die Taubenpfleger des Tierschutzvereins für Berlin sorgen für artgerechtes Futter, medizinische Betreuung und säubern die Schläge. Aus Tierschützer-Sicht ist diese Vorgehensweise bislang die effektivste, was die Begrenzung der Taubenpopulationen betrifft.

So long,

Eure Linda


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *