UNESCO-Welterbe: Das Beste, was Ecuador zu bieten hat

Von kolonialen Altstädten in Quito und Cuenca über Naturerbestätten der Galapagosinseln bis hin zum Panamahut und den Überlieferungen der Zápara-Indios

Frankfurt am Main, 31. Juli 2013 – Die schönsten zu bewahrenden Zeugnisse der Menschheits- und Naturgeschichte verdienen den Titel Welterbe der UNESCO. Ecuadors „Karriere“ mit UNESCO-Auszeichnungen begann bereits 1978 mit der Ernennung der Altstadt von Quito zur weltweit ersten Weltkulturerbestätte und erreichte ihren derzeitigen Höhepunkt mit der Aufnahme des Panamahuts auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit im Jahr 2012. Aufgrund des natürlichen und kulturellen Reichtums finden sich noch weitere sehenswerte Orte in Ecuador auf den angesehenen Listen der UNESCO; es werden sicherlich noch weitere folgen.

Eine Tour zu den Welterbestätten Ecuadors beginnt für Flugreisende meist in der höchsten Hauptstadt der Welt, in Quito. Ihre Altstadt kann sich mit ihrer Vielzahl an mächtigen, vor allem barocken Bauwerken, als das größte und besterhaltene koloniale Zentrum Lateinamerikas rühmen. Besonders imposant sind die Kirche La Compañía, die Kathedrale, der Franziskanerkonvent, die Kirche El Sagrario am Plaza Grande und die Kapelle Cantuna.

Im südlichen Teil Ecuadors liegt im andinen Hochlandbecken das Städtchen Santa Ana de los Rios de Cuenca, häufig nur „Cuenca“ genannt. Seine koloniale Altstadt zählt seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe, da sich hier dem Besucher eine wunderbar harmonische Verschmelzung von lokalen mit europäischen Architekturelementen präsentiert. Nicht umsonst trägt sie auch den ehrenwerten Namen „Athen von Ecuador“.

Die Stadt Cuenca ist aber auch mit einem anderen UNESCO-Welterbe verbunden: nämlich mit dem Panamahut. Hier sind die größten und renommiertesten Exporteure ansässig. Der Hut wird als das typischste nationale Handwerksprodukt Ecuadors angesehen und wird im Spanischen auch „Jipijapa“ genannt. Der Name ist darauf zurückzuführen, dass viele Arbeiter des Panamakanals diesen Hut trugen. Noch heute wird der traditionell aus Toquilla-Palmblättern hergestellte Hut gerne im Alltag und zu festlichen Anlässen getragen und verdient es daher, als immaterielles Kulturgut bewahrt zu werden.
Seit vergangenem Jahr haben Kulturinteressierte die Möglichkeit, auf einer Themenreise die Herstellung des berühmten Hutes vom Ernten des Palmblattes an mitzuverfolgen. Die „Ruta del Sombrero“ zieht sich über 153 Kilometer entlang der Pazifikküste durch die beiden Provinzen Manabí und Guayas.

Weniger bekannt, aber für die Geschichte der Menschheit besonders wertvoll, sind die Anerkennungen der „Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Kulturerbes“ durch die UNESCO. Hierunter fallen die Sprache und die mündlichen Überlieferungen des indigenen, im Amazonasbecken lebenden Volksstammes der Zápara. Ihre Sprache hat einen besonders reichen Wortschatz für die örtliche Flora und Fauna. Ebenso werden jahrhundertealte Mythen und Rituale von älteren Stammesangehörigen gepflegt.

Nicht zu vergessen ist Ecuadors wohl bekannteste Weltnaturerbestätte: die Galapagosinseln, welche, wie Quito, schon seit 1978 auf der Liste der UNESCO stehen. Die Vulkaninseln liegen etwa tausend Kilometer vor der Küste Ecuadors. Auf dem Archipel konnte sich aufgrund dieser Entfernung eine vom Festland unabhängige Flora und Fauna entwickeln. Galapagos gilt als „lebendiges Museum und Labor“ für die Wissenschaft.

Aber auch der Nationalpark Sangay, in der östlichen Andenkordillere in Zentralecuador gelegen, trägt wegen seiner zwei noch aktiven Vulkane, dem Tungurahua und dem namensgebenden Sangay, seit 1983 den Titel Weltnaturerbe. Sein vielfältiges Ökosystem reicht von Gletschern über Parámo-Gebiete bis hin zu tropischen Regenwäldern. Seltene Tierarten wie der Andenkondor und Bergtapier sind hier anzutreffen.

Weitere Informationen zu Ecuador auf www.ecuador.travel, Facebook (www.facebook.com/EcuadorTravel), Twitter (www.twitter.com/EcuadorTravelEN) und Youtube (www.youtube.com/EcuadordotTravel).