Staunen angesagt: Außergewöhnlich übernachten in Chile

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Staunen angesagt: Außergewöhnlich übernachten in Chile

So vielfältig wie das Andenland Chile selbst ist auch sein Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten aller Kategorien und Preisklassen. Auffällig ist, dass bei den Hoteleröffnungen der letzten Jahre sehr viel Wert auf das Außergewöhnliche gesetzt wurde. Die Gäste sollen sich wohl fühlen, verwöhnt werden und die kontrastreichen Landschaften und die Natur hautnah genießen.

So gilt die Atacamawüste an der Pazifikküste Nordchiles als eine der weltweit trockensten Wüsten. Vulkane, Geysire und gigantische Salzseen wechseln sich mit grünen Oasen ab. Wer hierher kommt, trifft auf bizarre Landschaften.
Im Jahr 2010 haben zwei Spanier ihren Traum verwirklicht und das „Adventur-Camp Swimmers in the desert“ (www.adventurcamp.com) eröffnet. Übernachtet wird in zehn Luxuszelten, die „back to the roots“-Ansprüche mit Fünf-Sterne-Komfort vereinen. Besucher können zudem unterschiedliche Programme buchen, die vom Candle-Light-Dinner unter dem Sternenhimmel bis hin zu Gruppenausflügen zu Gebirgs- und Salzseen sowie Bike- und Trekkingtouren reichen. Eine Nacht inklusive Tagesausflug und Flughafentransfer vom 240 Kilometer entfernten Ort Calama kostet circa 650 US Dollar pro Person.

Ganz im Süden Chiles bietet der Torres del Paine Nationalpark in Patagonien ganz andere Naturerlebnisse: Gletscher, Eisseen, bizarre Berge, wilde Tiere und weite Landschaften. Hier haben drei ehemalige Studienfreunde, Gründer des Spezialreiseveranstalters Cascada Expeditions, ein außergewöhnliches Übernachtungskonzept entwickelt. Im EcoCamp Patagonia (www.ecocamp.travel) wird in Kuppelbauten, so genannten „Domes“, die sich an den Behausungen der hiesigen Ureinwohner der Kaweskar orientieren, übernachtet. Das gesamte Camp funktioniert nach einem nachhaltigen Tourismuskonzept und ist zu 98 Prozent aus wieder verwertbaren Materialen erbaut. Während im großen Gemeinschaftsdome gespeist wird, ruht man in den übrigen Domes naturnah auf Vier-Sterne-Niveau.

Ende 2012 wurde das private Biosphärenreservat Huilo Huilo (www.huilohuilo.com) im patagonischen Regenwald mit dem Umweltpreis „Ecotrophea“ des Deutschen Reiseverbandes ausgezeichnet, da es ein hervorragendes Beispiel für die Vereinbarkeit von Tourismus und Naturschutz darstellt. Huilo Huilo liegt in der chilenischen Region Los Rios und ist etwa 100.000 Hektar groß. Neben Vulkanen und Gletschern findet man dort eine große Artenvielfalt und unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten. In der „Canopy Village“ können die Gäste in fünf Meter über der Erde schwebenden Pfahlbaumhäusern mit extra großen Fenstern übernachten. Ähnlich beeindruckende Aussichten auf die Baumkronen ermöglicht der imposante Holzbau des „Nothofagus Hotel & Spa“. Die umgedrehte Kegel- bzw. Pilzform wurde um einen Baobab-Baum herum gebaut und ermöglicht seinen Gästen über eine Rampe den Zugang zu den einzelnen Zimmern. Gleichermaßen originell ist die „Montaña Magica Lodge“, welche die Form eines Vulkankegels nachahmt. An der Außenseite des Baus fließt ein Wasserfall herunter und bewässert Moos und andere Grünpflanzen.

Seit September 2012 hat auf Chiles zweitgrößter Insel Chiloé die Premium Lodge „Hotel Refugia“ (www.refugia.cl) ihre Türen geöffnet. In einer Bucht der Rilan Halbinsel, etwa 18 Kilometer von der Inselhauptstadt Castro entfernt, kann man hier absolute Ruhe und Entspannung finden. Außen- und Innendesign des Hotels orientieren sich an der chilotischen Architektur und Kultur, das Gebäude verschmilzt mit seiner Umgebung. Alle zwölf Zimmer haben Meerblick. Die angebotenen Tagesausflüge führen die Besucher zu den zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Holzbauten der Hauptstadt Castro, zu Pinguinkolonien oder mit dem hoteleigenen Schiff „Williche“ durch die Fjordwelt und Kanäle der Insel.

Die Zahl außergewöhnlicher Unterkünfte in Chile ist groß, doch eines haben alle Häuser gemeinsam: sie bieten ihren Gästen eine stilvolle und nachhaltige Übernachtungsmöglichkeit.

News

Hotelneuheiten in Chile

Das Hotelangebot in Chile entwickelt sich stetig weiter und auch in nächster Zeit sind neue Hoteleröffnungen geplant. In der Hauptstadt Santiago stehen drei spannende Eröffnungen an: Inmitten des hippen Stadtviertels Barrio Lastarria, zwischen dem Hügel Santa Lucia und dem Parque Forstal, steht das Hotel Ismael 312 (www.hotelismael312.com) mit seinen neun Stockwerken und 44 Zimmern, das noch im September eröffnen soll. Das gleiche Stadtviertel soll Anfang 2014 um ein weiteres Singular Santiago Hotel bereichert werden. Es wird 63 Zimmer fünf unterschiedlicher Kategorien vereinen.

Im Frühling 2013 soll das Hotel Castillo Rojo (www.castillorojohotel.com) eröffnen. 19 individuelle Zimmer sind in einem ehemaligen Schloss des Stadtviertels Bellavista untergebracht.

Seit Kurzem können Wintersportfans das wiedereröffnete ökologische Fünf-Sterne-Skiresort Valle Carralco Mountain & Ski Resort (www.corralco.com) buchen. Es liegt 120 Kilometer südlich der Stadt Temuco in der Region Araucanía in Südchile mitten im Naturreservat Malacahuello Nalcas.

Die Luxushotelkette Awasi plant für November 2013 in Patagonien die Eröffnung eines neuen Anwesens, bestehend aus zwölf Luxusvillen mit je 80 Quadratmetern (www.awasi.info). Das neue Haus liegt innerhalb eines privaten Naturschutzgebiets mit Blick auf die Torres del Paine und den See Sarmiento.

Offizielle Regelungen für Boutique-Hotels in Chile

Die chilenische Tourismusbehörde SERNATUR hat in Zusammenarbeit mit der Tourismusindustrie kürzlich ein Regelwerk veröffentlicht, das die Mindestanforderungen für Beherbergungsbetriebe festlegt, die sich als Boutique-Hotel bezeichnen. Mit dieser Art Gütesiegel möchte man sich an internationale Standards anpassen.

Nach der neuen Norm gibt es in Chile zwei Klassifizierungen für Boutique-Hotels, die Kategorien „Classic“ und „Premium“. Idealerweise befindet sich ein Boutique-Hotel in einem alten, restaurierten Gebäude und trägt somit zur Erhaltung des Kulturguts bei. Ein Boutique-Hotel der Premium-Kategorie darf maximal 70 Zimmer haben, eines der Kategorie Classic 90. Die bereits bestehenden Häuser liegen mit ihrer Zimmerzahl weit darunter. Ein Lesesaal oder ein Aufenthaltsraum sowie ein Parkplatz und eine rund um die Uhr besetzte Rezeption, an der neben Spanisch mindestens eine weitere Sprache gesprochen wird, sind weitere Anforderungen. Auch die Zimmerausstattung und die Hotelküche müssen diverse Qualitätsanforderungen erfüllen, so dass die Gäste beim Buchen dieser Häuser stets eine gleichbleibende hohe Servicequalität erwarten können.

Wussten Sie schon?

Für astronomisch Interessierte ist Chile ein Muss. Schließlich herrschen hier wegen der hohen Lage der Anden, dem an 360 Tagen des Jahres klaren Himmel, der geringen Luftfeuchtigkeit und der minimalen Luftverschmutzung beste Bedingungen zur Beobachtung der Sterne. Somit ist es nicht verwunderlich, dass in Chile die höchste Konzentration an Observatorien weltweit zu finden ist.

Besonders empfehlenswert ist ein Besuch des Elqui-Tals in der Atacamawüste, in der Nähe der Stadt La Serena. Vergangenen März wurde hier das weltweit größte Teleskop „Alma“ eingeweiht.

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