Madagaskar-Newsletter Oktober 2013

Zu Besuch in der Wal-Kinderstube
Von Juni bis Oktober wird der Kanal von Sainte-Marie vor Madagaskar zum Tummelplatz für Buckelwale. In diesen geschützten und krillreichen Gewässern finden sie ideale Bedingungen, um sich zu paaren und ihre Jungen zu gebären. Anfang August 2013 wurde hier erstmalig seit zwei Jahren ein Südkaperweibchen mit seinem Kälbchen gesichtet. Süd- und Nordkaper, die zur Familie der Glattwale gehören, sind vom Aussterben bedroht. Man schätzt die weltweite Population auf der Südhalbkugel heute auf ca. 3000 bis 4000 Tiere. Die behä-bigen Riesen schwimmen sehr langsam und waren daher die bevorzugte Beute von Walfängern im 19. und 20. Jahrhundert. Seit 1935 werden sie von interna-tionalen Abkommen geschützt. Doch ihre Bestände erholen sich nur langsam. Ein Grund dürfte die langsame Fortpflanzung sein: Nur alle drei Jahre bringen die Weibchen ein Junges zur Welt. Der Kanal von Sainte-Marie, in dem Mutter und Kalb inzwischen fünfmal gesichtet wurden, ist ein idealer Ort, um das Junge auf die lange Reise in Richtung Antarktis vorzubereiten.

Wer sich für nachhaltige Whale-Watching-Touren begeistert, für den bietet sich ein Aufenthalt in den „Villas de Vohilava“ an. Die Lodge mit fünf Bungalows liegt am Kanal von Sainte-Marie direkt am Meer. Die Betreiber setzen sich für verantwortungsvolle Walbeobachtung ein und bieten von Juli bis Oktober Wal-touren im Zeichen des nachhaltigen Tourismus an. (Kontakt: www.vohilava.com)

Der Wal-Lehrer von Sainte-Marie
Der madagassische Verband Cétamada setzt sich für die Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für den Umweltschutz ein. Lehrer Julot Imboule hat dabei eine Schlüsselrolle: Er ist verantwortlich für Umweltfragen und soziokulturelle Erziehung bei Cétamada. Das ganze Jahr über bereist er die Insel Sainte-Marie und informiert die Bevölkerung über Umweltschutz und umweltbewusstes Verhalten. Sein besonderes Engagement gilt den Meeressäugern vor der madagassischen Küste: Mithilfe von Seminaren, Workshops, Filmen und didaktischen Ausflügen sensibilisiert er die Kinder und Jugendlichen von Sainte-Marie für den Schutz der Tiere und die Walforschung. Raum für Fragen, ein lebendiger Austausch und Spaß rund um das Thema Wale stehen dabei im Mittelpunkt. Bilanz für Mai bis Juli 2013: Auf 47 Besuchen in Schulen und Dörfern informierte Julot Imboule insgesamt 3300 „Saint-Mariens“ über die sanften Riesen.

(Kontakt: http://cetamada.com/actions-communautaires/sensibilisation-environnement)

Neue Wandertour im Vanille-Paradies
Die Region Sava im Nordosten Madagaskars ist ein wichtiger Lieferant von Ge-würzvanille. Mehr als die Hälfte des weltweiten Ertrags stammt aus der Region. Doch Sava ist nicht nur Madagaskars Vanille-Paradies, sondern bietet äußerst vielfältige Landschaften – vom weißen Sandstrand in Vohémar bis hin zum Nati-onalpark Marojejy, ein UNESCO-Weltkulturerbe. Nur wenige Kilometer von der regionalen Hauptstadt Sambava entfernt, liegt das Dörfchen Ambariomiambana mit seinen „heiligen Wasserfällen“. Ab sofort kann man diese auf einer geführten anderthalbstündigen Wandertour entdecken. Vom Dorf es geht es durch üppige Mango- und Bananenwälder, vorbei an Feldern und Wäldern mit Zuckerrohr und Gewürznelken. Ziel sind die Wasserfälle von Ambariomiambana, die bis heute ein Ort der Rituale und Kulte sind. Die Götter werden dort durch kleine Gaben von Honig, Tabak und Münzen für Wünsche günstig gestimmt. Der Tourguide erklärt vor Ort die uralten, bis heute lebendigen Bräuche.

(Kontakt: ORTSAVA – Office Régional du Tourisme de la SAVA, http://officetourisme-sava-nord-est-madagascar.com)

Neues aus den Hotels Madagaskars
Auf der Insel Nosy Iranja, etwa anderthalb Bootsstunden südlich von Nosy Be, hat die Lodge „Au Paradile“ kürzlich ihre Türen geöffnet. Nosy Iranja ist berühmt für ihre weißen Sandbänke, die während der Flut regelmäßig überspült werden und zwei Inselhälften entstehen lassen. Die sieben Bungalows der Lodge liegen eingebettet in die tropische Landschaft und besitzen direkten Zugang zum Strand. Im Restaurant können es sich die Gäste bei typischen madagassischen Spezialitäten gut gehen lassen. Meeresfrüchte und Fisch werden direkt von den Fischern im benachbarten Dorf bezogen. Mit etwas Glück erspäht man bei einem Strandspaziergang Echte Karettschildkröten, die bevorzugt auf Nosy Iranja nis-ten.

(Kontakt: +261 32 05 938 80)

Weitere Informationen auf www.madagascar-tourisme.com

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