Grün-blaue Perle im Nordwesten Madagaskars

Der Ankarafantsika-Nationalpark gilt als einer der wichtigsten Wasserspeicher von Madagaskars Nordwesten. Seine Landschaft aus Seen, Feucht- und Trockenwäldern wird das „Königreich der Vögel“ genannt und eröffnet Naturliebhabern und Ornithologen ein verstecktes Paradies für Entdeckungen.

Berlin, 25. November 2013 – Gut 100 Kilometer von der Küstenstadt Mahajanga entfernt, im Nordwesten von Madagaskar, liegt der Ankarafantsika-Nationalpark, eines der bedeutendsten Gebiete der Insel für Vogelbeobachtungen. Auf 130.000 Hektar entfaltet sich Madagaskars ganze landschaftliche Vielfalt: Geprägt von weitläufigen Savannen mit Affenbrotbäumen, unberührten Regen- und Trockenwäldern sowie einsamen Moor- und Sumpflandschaften beherbergt der Park eine Vielzahl von endemischen Pflanzen- und Tierarten. Wanderbegeisterte entdecken den natürlichen Reichtum der Insel zusammengefasst in einer Region.

Insgesamt 129 Vogelarten leben im Ankarafantsika-Park, 66 davon sind endemisch. Darunter befindet sich der Madagaskarseeadler, einer der seltensten Greifvögel der Welt, der nur in diesem Teil der Insel lebt. Auch der Coquerel-Sifaka und sein kleiner Verwandter, der Goldbraune Mausmaki, kommen ausschließlich im Ankarafantsika vor. Sie gehören zu den acht Lemuren-Arten, die im Nationalpark beobachtet werden können. Eine geologische Besonderheit des Parks ist der Ankarokaroka-Canyon: Er bezeichnet eine beeindruckende mondartige Erosionslandschaft in leuchtenden Rottönen mit sogenannten „Feenkaminen“, steilen, turmartigen Steinformationen.

Sieben thematische Routen von zwei bis vier Stunden Laufzeit durchziehen den Park, auf denen geführte Tag- und Nachtwanderungen angeboten werden. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Eco Lodge Ankarafantsika mit sieben Bungalows für zwei bis vier Personen, dazu gehört ein Restaurant mit lokaler madagassischer Küche. Ein zusätzlicher Campingplatz mit Kochstationen ist ebenfalls vorhanden. Ein besonderer Tipp ist der Besuch des neu eingerichteten Informationszentrums, das dem Besucher mehr über den Lebensalltag und die Geschichte des dort ansässigen Sakalava-Volkes erzählt. Das lokale Handwerk erlebt man auch hautnah in der Ortschaft Ampombolava im Inneren des Parks: Dort gibt es die Möglichkeit, eine Raphiabast-Werkstatt zu besuchen und zuzuschauen, wie der Raphiabast gewoben und verarbeitet wird.

Weitere Informationen auf www.madagascar-tourisme.com

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