Madagaskar Newsletter November 2013

Auf königlichen Spuren

Neues Ziel für Entdecker in der einstigen Königsstadt Ambohimanga bei Antana-narivo: Die Gemeinde hat den alten Alakasin’Andrianampoinimerina-Markt wiederbelebt, den König Andrianampoinimerina (1750 bis 1809) im 18. Jahrhundert etablierte. Damit bietet der einstige Sitz der Merina-Könige ein weiteres touristisches Highlight. Auf dem Markt werden alle lokalen Produkte der Region feilgeboten. Im Anschluss an das bunte Treiben bietet sich ein Besuch des ehemaligen Königspalastes Rova an: Umschlossen von einer hohen Schutzmauer aus Feldsteinen, thront der aus Palisanderholz gefertigte Palast von König Andri-anampoinimerina in der Mitte des „Blauen Hügels“ („Ambohimanga“ auf Deutsch). Bis heute ist der Königshügel ein heiliger Ort geblieben. In den Gärten rund um den Palast und die königlichen Grabhäuser wachsen zahlreiche Heil- und Gewürzpflanzen. Den „Fidasiana“, den großen Platz vor der Schutzmauer, be-schattet ein über 450 Jahre alter Ficus-Baum, unter dem einst die Anordnungen des Königs vorgetragen wurden. (Kontakt: www.ambohimanga-rova.com)

Verwunschenes Biotop

An der Westküste Madagaskars, unweit der Hafenstadt Mahajanga an der Bucht von Bombetoka, liegt die Halbinsel Katsepy. Ein vielfältiges Ökosystem aus Feucht- und Trockenwäldern, kleinen Seen und Mangroven bedeckt die Halbinsel, die einer der heiligen Orte des Sakalava-Volkes ist. Das verwunschene Biotop ist nun auch für Naturliebhaber zugänglich: Eine Camping-Station mit sanitären Einrichtungen und einer Kochstation bietet fünf Zelten à zwei Personen Platz. Auf drei verschiedenen, von lokalen Reiseveranstaltern organisierten Wanderungen kann man die Tropenwälder Katsepys, den See Sariaka und die Mangrovenwälder erkunden. Dabei ist besondere Umsicht und Behutsamkeit gefragt – denn nur in dieser Gegend leben die äußerst seltenen und stark bedrohten Kronensifakas, die die Sakalava als Verkörperung ihrer Ahnen verehren. (Kontakt: Projet bioculturel Antrema, www.majunga.org)

Zu Besuch im Palmen-Paradies

Mahavelona oder auch Foulpointe, an Madagaskars Ostküste gelegen, ist eigent-lich für seinen schneeweißen kilometerlangen und von einem Riff geschützten Sandstrand bekannt. Doch nun bietet Foulpointe auch für Wanderbegeisterte einen besonderen Geheimtipp: Auf geführten Tages- und Nachtwanderungen kann man das geschützte Wald-Reservat Analalava erforschen. Auch Übernachtungen in Zelten und einer Wanderhütte am Eingang des Parks sind möglich. Das Naturschutzgebiet wird von den Bewohnern der Region und der NGO Missouri Botanical Garden verwaltet. Die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus zur finanziellen Erhaltung des Reservats spielt eine herausragende Rolle. Rote Flughunde, eine Vielzahl an endemischen Orchideen- und Palmenarten sowie der sehr seltene Simmons-Mausmaki, der erst 2006 entdeckt wurde, haben hier ihr Zuhause. (Kontakt: www.analalavareserve.com)

Sonne über den Tsingy

Direkt im Tsingy-de-Bemaraha-Nationalpark im Westen Madagaskars hat die Lodge „Le Soleil des Tsingy“ vor Kurzem ihre Türen geöffnet. Die Tsingys ge-nannten Felsnadeln aus Kalkstein sind die Besonderheit des Parks, der seit 1990 UNESCO-Weltnaturerbe ist. Die spitzen, scharfkantigen Nadeln bilden fantasti-sche, bizarre Felsformationen. Die neun Doppelbett-Bungalows der Lodge bieten einen außergewöhnlichen Blick über die grau schimmernden Tsingys und sind ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen durch den Nationalpark. Jeder Bungalow ist mit traditionellen Holzschnitzereien und Metallverzierungen geschmückt, die von lokalen Künstlern und Handwerkern geformt wurden. Zwei Panorama-Terrassen bieten gerade bei Sonnenuntergang einen atembe-raubenden Ausblick über die spitzen Kalksteinnadeln und den tropischen Regenwald in den Felsschluchten. Traditionelle madagassische Küche und Köstlichkeiten aus dem hauseigenen Backofen verführen den Gaumen. (Kontakt: www.soleildestsingy.com)

Weitere Informationen auf www.madagascar-tourisme.com

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