Ecuador: Ein Naturreiseziel par excellence

Das kleine Land am Äquator vereint in seinen vier Regionen eine unvergleichliche Artenvielfalt.

Frankfurt am Main, 23. Dezember 2013. Wer hätte das gedacht: Mit seinen rund 280.000 Quadratkilometern Fläche ist Ecuador der kleinste Andenstaat in Südamerika und noch nicht mal so groß wie Italien. Trotzdem ist Ecuador geographisch, topographisch, klimatisch und ethnisch eines der vielfältigsten Länder der Erde. In seinen vier Regionen, dem Andenhochland, der Küstenregion, dem Amazonasgebiet, und den Galapagos-Inseln vereint es eine unvergleichliche Artenvielfalt; das wusste schon Alexander von Humboldt.

Rund 19 Prozent von Ecuadors Landesfläche sind in 49 Gebieten unter Naturschutz gestellt. Einige davon finden sich entlang der so genannten Straße der Vulkane in den Anden. So auch das sehenswerte geobotanische Naturreservat Pululahua in der Provinz Pichincha, circa 25 Kilometer nördlich der Hauptstadt Quito. In diesem ersten Nationalpark Ecuadors, um den gleichnamigen erloschenen Vulkan, finden sich 92 endemische Pflanzenarten. Die höchste Erhebung des Landes bildet der 6310 Meter hohe Chimborazo: Der riesige Vulkan, dessen vergletscherter Gipfel bei guter Sicht sogar von der Küste aus zu sehen ist, ist ein Traum vieler Bergsteiger. Zu einer der beeindruckenden Aktivitäten dort oben zählt sicherlich der Besuch der Eisfelder am Gletscher, wo Baltasar Ushca, als letzter Eisschneider Gletschereis aus dem Berg schlägt.

An der Küste lassen sich im Kontrast dazu wiederum ganz andere Naturerlebnisse erfahren, wie beispielsweise in den Nationalparks Podocarpuso oder Machalilla in der Provinz Manabí. Besucher sollten unbedingt zwischen den Monaten Juni bis September hinreisen, um garantiert Buckelwale beobachten zu können. Walbeobachtung ist zu dieser Zeit auch entlang der gesamten Küste auf der bislang weniger bekannten touristischen Route Spondylus möglich. Diese führt von der nördlichen Provinz Esmeraldas entlang der Küste bis runter an die Grenze Perus. Reitausflüge, Mountainbiketouren, Gleitschirmfliegen und Canopy sind beliebte sportliche Aktivitäten in der Natur dieser Region.

Auch die Galapagosinseln, 972 Kilometer vor der ecuadorianischen Küste, faszinieren Naturliebhaber. Sie haben ein hohes Maß an Schutz des Ökosystems, so dass die Vielfalt und Anzahl der Arten von Fischen und Meeressäugern beeindruckend ist. Mit einer außergewöhnlichen Flora und Fauna wurde das Inselarchipel 1979 zum Welterbe der UNESCO erklärt. Die Geschichte der Galapagosinseln hat dazu geführt, dass die Inseln heute nicht nur als biologische Schatzkammer, sondern auch als Labor der Evolution gesehen werden: Die einzigartige Tierwelt hat schon den Naturforscher Charles Darwin in den Bann gezogen. Ein besonderes Erlebnis ist das Tauchen.

Das Naturreservat Cuyabeno im Amazonas-Regenwald umfasst 665.800 Hektar. Das Schutzgebiet ist nicht nur der östlichste Ort des Landes, sondern auch der Ort, an dem die Sonne im Land zuerst aufgeht. Die Ökosysteme sind magisch: Lagunen entstehen und verschwinden hier innerhalb weniger Tage. Sogar die Farbe der Lagunen ist besonders: Das Wasser kann schwarz und klar sein. In der Tierwelt sind besondere Arten wie der Jaguar, Paiche, der zu den größten im Süßwasser lebenden Fische der Erde zählt, die zwei Arten von Flussdelfinen, Pirañas, Anacondas und drei Arten von Kaimanen zu finden. Besucher erreichen Cuyabeno per Boot über die Flüsse. Der Nationalpark Yasuní im Amazonas gilt als einer der Orte mit der größten Artenvielfalt weltweit. Hier konzentriert sich die höchste Dichte an Amphibien-, Säugetier-, Vogel- und Pflanzenarten im ganzen Amazonasgebiet. Der Park ist Heimat von mehr als 1.400 verschiedenen Tierarten, darunter 150 verschiedene Amphibien -ein Weltrekord. Auf einem einzigen Hektar sind 650 Baumarten zu finden. Mit ungefähr 593 Vogelarten gehört der Park auch in dieser Hinsicht zu den artenreichsten Orten der Welt. Ob bei einer Kanufahrt oder Nachtwanderung mit lokalen Guides, zahlreiche Möglichkeiten, dieses spannende Gebiet zu erkunden, werden geboten.

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