Flammendes Frühlingsfest: Die Fallas in Valencia

Frankfurt am Main, 18. Februar 2014 – Nirgendwo sonst auf der Welt wird der Frühling so willkommen geheißen, wie in Valencia und Umgebung: seit dem 18. Jahrhundert bis heute hat sich ein Brauchtum der Zimmerleute zu einem spektakulären Fest, den „Fallas“, entwickelt. Es wird in diesem Jahr am 23. Februar mit dem feierlichen Akt der „Cridà“ an den Torres de Serranos inmitten der Altstadt eröffnet und findet alljährlich zwischen dem 15. und 19. März seinen Höhepunkt. Dann werden rund 800 handbemalte, teils haushohe Skulpturen, die so genannten „Fallas“, im Einkaufszentrum Nuevo Centro ausgestellt, prämiert, und bis auf zwei ausgewählte Figuren, verbrannt. Bis dahin herrscht mit täglichen Böllerkonzerten, den „mascletàs“ auf der Plaza del Ayuntamiento, Trachtenumzügen, Stierkämpfen, viel Kunst und Live-Musik der Ausnahmezustand auf Valencias verstopften Straßen.

Frühlingsfest mit langer Tradition

Ihren Ursprung haben die Fallas im 18. Jahrhundert, als es unter den Zimmerleuten Brauchtum war, zum Ende der dunklen Jahreszeit ihre Holzgestelle für Lampen und Kerzen zu verbrennen. Das Wort „Falla“ geht auf das lateinische „facula“ für Fackel zurück. Diese Sitte hat sich bis heute so weiter entwickelt, dass rund 400 Fallas-Vereine monatelang an dreidimensionalen, oft kuriosen und gesellschaftskritischen Figuren aus brennbarem Material arbeiten. Jeder Verein präsentiert schließlich eine große und dazu eine kleine Fallas-Figur für die Kinder. Einige der beeindruckenden Exemplare sind haushoch und wiegen mehrere Tonnen. In der „Cremà“, der Nacht vom 19. auf den 20. März, werden alle Fallas-Skulpturen, bis auf zwei vom Publikum begnadigte Figurenpaare, unter buntem Feuerwerksgetöse entzündet. Alle Figuren, die dem Feuer entkommen, werden für jedermann zugänglich im Fallas-Museum der Stadt ausgestellt und sind das ganze Jahr über zu besichtigen.

Die religiöse Seite der Fallas

Das Frühlingsfest beinhaltet auch wichtige religiöse Programmpunkte wie die traditionelle Blumengabe an die heilige Jungfrau der Schutzlosen, der Schutzpatronin Valencias. Dabei handelt es sich um einen zweitätigen Opfergang der Fallas-Vereine, deren Mitglieder in prächtigen Trachten zur Plaza de la Virgen ziehen, um der hier

aufgebauten, 15 Meter hohen Jungfrau Blumensträuße darzubringen. Bei dieser sehr bewegenden Zeremonie erhält die Madonna nach und nach ein prächtiges Blumenkleid. Mehrere Tonnen an Rosen, Nelken, Gladiolen, Tulpen und vielen weiteren Blumen werden hier zusammengesteckt, wobei die Teilnehmer um Glück und Gesundheit bitten sowie das vergangene Jahr Revue passieren lassen.

Valencias Frühlingsfest zieht immer mehr internationale Gäste an; schließlich ist es nicht nur beeindruckend und berauschend zugleich, sondern hat auch einen symbolischen Charakter: Negatives wird verbrannt, damit wie neugeboren aus der Asche in die neue Jahreszeit gestartet werden kann.

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