Wandern in Südafrika: Die besten Routen in der Nebensaison

Südafrika ist das ganze Jahr über die perfekte Destination für alle Urlauber, die gerne die Wanderschuhe schnüren. Einige Routen sind besonders gut für die milden Monate von Mai bis August geeignet. Dabei sind die Wetterbedingungen für den Aktivurlaub günstiger als im heißen, südafrikanischen Sommer. Zudem bieten einige Trails nur zu dieser Zeit im Jahr ganz besondere Erlebnisse.

Frankfurt, 24. Mai 2016.
Wandern ist nach wie vor eine der beliebtesten Urlaubsaktivitäten der Deutschen. Wenn das Wetter vor allem in den nordwestlichen Provinzen Südafrikas, wie Mpumalanga oder Limpopo, in den Monaten von Mai bis August mild und sonnig ist, ist die ideale Zeit, um die landschaftliche Schönheit der Regenbogennation zu Fuß zu erkunden. Über tausend Routen führen durch das Land, von denen einige gerade in diesen Monaten ihren ganz besonderen Charme haben.

Durch grüne Wildnis: Der Num-Num Trail in Mpumalanga
Benannt nach einer Baumart, führt der preisgekrönte Num-Num-Trail durch Wälder, Grasland, vorbei an spektakulären Schluchten und unzähligen Wasserfällen rund um den Skurweberg-Pass. Vor allem bei Südafrikanern ist die 35,6 Kilometer lange Route beliebt, die man in fünf Tagen absolvieren kann. Etwa drei Stunden von Johannesburg entfernt, startet die Wanderung auf der R541 zwischen Machadodorp and Badplaas. Der Weg führt durch drei private Estates, die die Besitzer freigegeben haben und öffnet Einblicke in Mpumalangas schönste und unberührteste Landschaften. Gäste übernachten in rustikalen Unterkünften, inklusive Möglichkeiten zum abendlichen Braai. Der Trail mit allen Etappen und Unterkünften ist eine feste Tour und als komplettes Paket buchbar. In den südafrikanischen Wintermonaten gibt es oft besonders günstige Angebote.

Entlang der wilden Küste: Der Wild Coast Trail im Eastern Cape
Der Wild Coast Trail verbindet die Küstenlinie von Port St. Johns bis in den kleinen Ort Coffee Bay und bietet seinen Besuchern einen Einblick in die fantastischen Küstenlandschaften der Wild Coast und in die Kultur des dort ansässigen Stammes der Xhosa. In fünf Tagen wandern Besucher im früheren Gebiet der Transkei, mit seinen grasbewachsenen Hügeln, steilen Klippen, idyllischen Stränden und zum Teil dichten Wäldern. Besonders empfiehlt sich eine Wanderung in den Monaten August bis September, wenn die Wale und Delfine an die südafrikanische Küste kommen. Die Wanderung führt durch insgesamt acht Xhosa-Dörfer, wo Wanderer eine Pause einlegen und die reiche Kultur des faszinierenden Stammes kennenlernen können. Vor allem das Ausprobieren der lokalen Küche und die Herzlichkeit der Bewohner, die spannende Geschichten ihrer Traditionen erzählen können, lohnt den Besuch. Entlang des Weges gibt es Unterkünfte, die für Wanderungen des Wild Coast Trails ausgerichtet sind. Gäste können sogar in typischen runden Xhosa-Hütten, direkt an der Küste gelegen, übernachten. Pro Tag werden ca. 10-12 Kilometer zurückgelegt, bevor die Wanderer Coffee Bay erreichen. Die Wanderung kann als festes Paket, beispielsweise über Wild Coast Hikes, auch mit Guide, gebucht werden.

Quer durch den Busch: Der Olifants River Trail im Krüger Nationalpark

Eine Wanderung mitten durch die Buschlandschaft des Krüger Nationalparks ist für viele Besucher ein absoluter Traum. Der Olifants River Trail bietet das ultimative Wander-Abenteuer in der südafrikanischen Wildnis. Der 42 Kilometer lange Trail ist nur in den Monaten von August bis Oktober geöffnet, wenn es im Krüger Nationalpark trocken ist und die Tiere zum Trinken an die Wasserstellen kommen. Ca. vier Tage lang sind die Wanderer unterwegs und erleben die Tierwelt des berühmten Nationalsparks hautnah. Die Tour wird von einem lokalen Guide begleitet. Während der Tour kommt richtige Abenteuer-Atmosphäre auf, denn alle Gäste bringen ihre Zelte und Verpflegung selbst mit und übernachten während der Zeit im Busch an ausgewählten Plätzen in ihren eigenen Zelten. Vor dem Start und nach dem Ende der Wanderung können Besucher eine Unterkunft im Olifants oder Letaba Camp buchen, die jeweils am Anfang und Ende der Strecke liegen. Zelte können in jeder größeren Stadt ausgeliehen werden, beispielsweise über Drive and Camp.

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