Uganda: Ein Land, viele Könige

Kulturelle Begegnungen in Uganda

Frankfurt am Main, 13. Oktober 2016. Rituelle Tänze, Dorfheiler, und traditionelle Zeremonien: in Uganda leben über 40 verschiedene Völker friedlich zusammen auf teils noch sehr ursprüngliche und dörfliche Weise. Auch spielen die traditionellen Monarchien eine bedeutende Rolle im Lebensalltag der Ugander. Während eines Besuches in dem ostafrikanischen Land bekommen Touristen Einblicke in die Kultur der unterschiedlichen Ethnien und können an deren Dorfleben teilnehmen.

Zum Einstieg bietet sich ein Besuch des Ndere Center in der ugandischen Hauptstadt Kampala an. Hier lernen Touristen auf unterhaltsame Weise Ugandas Völker kennen. In über 40 originalgetreuen ugandischen Tänzen und Liedern werden die unterschiedlichen Ethnien und Ugandas traditionelle Königreiche vorgestellt. Ein Moderator führt komödiantisch durch die Show, gibt Hintergrundwissen und unterhält sein Publikum mit lustigen Anekdoten aus dem Alltag der Ugander. Mit ihrer Arbeit möchte die Gruppe die Traditionen des Landes bewahren. Die Vorstellungen finden immer mittwochs, freitags und sonntags statt. Tickets sind für umgerechnet rund 13 Euro erhältlich, Kinder zahlen vier Euro.

Wer tiefer eintauchen möchte, kann beispielsweise das Volk der Ik im Nordosten Ugandas besuchen. Das kleine, sehr ursprünglich lebende Bergvolk ist auch unter dem Namen Teuso bekannt. Ursprünglich waren die Ik im Kidepo-Tal zuhause. Heute leben sie vor allem am Berg Morungole. Reisende können mit einem Guide an einer sechs- bis achtstündigen Wanderung zu einem der Dörfer teilnehmen und die Kultur des Volkes, zu dem heute noch ungefähr 10.000 Menschen zählen, kennenlernen.

Der dichte Regenwald am Fuße der Virunga Vulkane, der heute im Mgahinga und Bwindi Nationalpark geschützt wird, ist die ursprüngliche Heimat der Batwa, einem Volk von ehemaligen Jägern, Sammlern und Kriegern. Mitglieder des Volkes zeigen interessierten Besuchern während einer geführten Tour entlang des Batwa Trail im Mgahinga Nationalpark ihre ursprüngliche Lebensweise. Sie demonstrieren unter anderem Jagdtechniken, zeigen, wie Bambusbecher hergestellt werden, wie Feuer gemacht wird und erklären den Besuchern Heilpflanzen. Zum Schluss der Tour werden die Besucher in die heilige Ngarama Höhle, in der einmal der Batwa König lebte, eingeladen. Dort verabschieden die Frauen des Volkes die Gäste mit einem zeremoniellen Lied. Es sind sowohl Halb- als auch Ganztagestouren möglich. Die Tour kostet umgerechnet rund 73 Euro pro Person. Die Eintrittsgebühr für den Mgahinga Nationalpark ist in diesem Preis inklusive.

Auch im Kibale Forest Nationalpark gibt es geführte kulturelle Touren für Touristen. Dort leben die Batoro. Sie teilen sich ihre Heimat mit den Bakiga, die aus dem Südwesten Ugandas in diese Region eingewandert sind. Die Batoro gehören zum Königreich der Toro, einem Ableger der Königreiche in der Region der Großen Seen in Afrika. Auch hier können Touristen das Volk während eines Rundgangs durch das Dorf kennenlernen. Dieser führt unter anderem zur örtlichen Grundschule und zu einem traditionellen Heiler. Außerdem lernen sie etwas über die Rolle der Frauen in dem Dorf und die traditionellen Zeremonien. In der Geschichte „Dorf der zwei Völker“ wird darüber berichtet, wie die Bakiga in den 1950er Jahren zu den Batoro stießen.

Uganda zählt insgesamt 36,8 Million Einwohner und ist kulturell extrem vielfältig. Das größte Volk bilden heute die Baganda. Sie machen fast 1/5 der ugandischen Bevölkerung aus. Darüber hinaus gibt es aber auch viele weitere Stämme, die – wie die oben genannten – zum Teil nur wenige Tausend Mitglieder haben.

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