KPRN Social Media News │ Februar 2018

Soc Media News

Kurz nach der ITB und zum Wochenbeginn ein kurzes Update zu den Veränderungen, die in der Social Media Welt im Februar wichtig waren: Facebook ändert die Reichweitenmetrik und dezimiert die Kennzahlen bei den  Anzeigen. Außerdem wird die Veröffentlichung von 3D-Posts auf Facebook freigeschaltet und die Kunden erhalten ein neues Tool zur verbesserten Analyse von Kampagnen. Ein Instagram-Update ermöglicht das Posten von drei Elementen in einer Story und die Kombination von Videos und Fotos.  Alle Infos und weitere Neuerungen, wie die App Vero, in unserem monatlichen Social Media Überblick:

FACEBOOK ändert die Messung der Reichweiten. Die Umstellung der Metrik auf die organische Reichweite erlaubt eine präzisere Messung, wie viele Nutzer mit Beiträgen erreicht werden. Während vorher mögliche Einblendungen gemessen wurden, also unabhängig davon, ob ein Beitrag im sichtbaren oder unsichtbaren Bereich gezeigt wurde, werden jetzt nur noch jene Beiträge in die Berechnung einbezogen, die im sichtbaren Bereich des Nutzers erscheinen.

Eine weitere Neuerung ist die Anpassung der Anzeigekennzahlen. In einem News-Beitrag verkündete Facebook, dass die Metriken für Anzeigen transparenter und aussagekräftiger gemacht werden sollen. Als Reaktion auf verändertes Nutzerverhalten werden an die 20 Metriken abgeschaltet. Bei den neuen Metriken soll zudem erkennbar sein, ob es sich um Schätzwerte oder noch nicht endgültig entwickelte Werte handelt.

Nach einer Testphase hat Facebook die Veröffentlichung von 3D-Posts für Nutzer freigeschaltet. Das Format gITF2.0, das von 3D-Programmen exportiert werden kann, wird nun unterstützt. Eine gITG2.0-Datei beinhaltet sowohl das Objekt als auch seinen Aufbau sowie dessen Animation. Allerdings benötigt man zunächst das Objekt als gld-Datei, die vor dem Posten noch überprüft und bearbeitet werden muss. Besonders für Agenturen und Unternehmen dürfte die Verwendung von 3D-Objekten in Zukunft interessant sein.

Das neue Tool „Test and Learn“ auf Facebook ermöglicht zusammen mit einer Erweiterung der Split-Tests eine verbesserte Analyse von Kampagnen. So wird es möglich sein, zwei Kampagnen nebeneinander laufen zu lassen, so dass diese besser vergleichbar sind und die Optimierung von Kampagnen erleichtert wird. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, Werbekampagnen mit dem Tool zu testen: Einerseits kann geprüft werden, wie viele Konvertierungen die eigenen Werbeanzeigen auf Facebook einbringen oder anderseits, welche Kampagne zu den niedrigsten Kostenkonversionen führt.

Bei INSTAGRAM kann man neuerdings mit Carousel Ads drei Elemente gleichzeitig in einer Story veröffentlichen, wodurch die mögliche Länge von Beiträgen verdreifacht wird. Insgesamt können nun 45 Sekunden in der Storyline gefüllt werden. Neu ist auch die Möglichkeit der Kombination von Videos und Fotos. Besonders für Werbung werden Stories dementsprechend attraktiver, allerdings ist Carousel Ads momentan noch in der Testphase und vorerst nur für einige große Werbeunternehmen verfügbar.

Gute Nachrichten von SNAPCHAT: Wider Erwarten stieg die Aktie der Firma um ein knappes Fünftel an. In den vergangenen Quartalen hatte die Foto-App wenig Zuwachs erbracht, was vor allem auf die starke Konkurrenz von der App Instagram zurückzuführen ist, die mehr Nutzer hat und ähnliche Funktionen anbietet.

TWITTER hat zum ersten Mal in der 12-jährigen Geschichte der Firma Gewinn gemacht. Dies konnte im letzten Quartal von 2017 hauptsächlich durch die Einsparungen von Kosten gelingen, die Nutzerzahlen hingegen sind nicht signifikant angestiegen.

VERO ist gerade in aller Munde: Das Angebot, die App Vero ein Leben lang nutzen zu können, war ursprünglich auf die erste Million Nutzer beschränkt. Nachdem sich nun eine Million User registriert haben, kündigen die Betreiber auf ihrer Webseite an, das Angebot „wegen außergewöhnlicher Nachfrage“ zu verlängern. Die App wirbt damit, das einzig „wahre soziale Netzwerk“ zu sein, das die Leidenschaften der Menschen zelebriert und ohne nervige Algorithmen, Anzeigen oder Bots auskommt. Obwohl die App bereits seit 2015 ohne große Beachtung auf dem Markt rumdümpelt, schnellen knapp 3 Jahre später die Downloadzahlen in die Höhe. Die App wird im Internet heiß diskutiert, verschiedene Meinungen dazu finden sich unter anderem bei Wired, SpiegelOnline oder Meedia. Wir sind gespannt, wie sich dieser Hype entwickeln wird und behalten die App im Auge.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *