Safari in Südafrika: Die besten Nationalparks für Selbstfahrer

Frankfurt, 24. April 2019. Wer das erste Mal auf Safari geht, muss sich entscheiden: Fahre ich selbst oder buche ich eine organisierte Tour. Bei einer geführten Safari gibt es natürlich Vorteile: ein ortskundiger Fahrer mit erfahrenem Blick für Wildtiere, ein enormer Wissensschatz und für den Busch relevante Verhaltensregeln. Doch wer sich voll auf die Wildnis Südafrikas einlassen möchte, hat mit einer Selbstfahrer-Safari die Möglichkeit, die Wunder der südafrikanischen Tierwelt ganz ohne vorgeschriebene Zeitpläne im eigenen Rhythmus zu entdecken. Und hinzukommt: Die Safari im eigenen Auto ist preiswerter als organisierte Touren.

Wer selbst fahren möchte, sollte einen Park mit guter Beschilderung, befahrbaren Straßen und öffentlichen Einrichtungen innerhalb der Parkgrenzen wählen. Südafrika verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und bietet eine Vielfalt an Nationalparks, ideal zum Erforschen mit dem eigenen (Miet-)Wagen.

Der Krüger-Nationalpark fernab der vielbefahrenen Wege
Viele Wege führen durch den Krüger-Nationalpark. Zu einer der besten Routen für Tierbeobachtungen zählt die Timbavati Road, die ab dem Orpen Gate quer durch den Park zum Olifants und Letaba Rest Camp führt. Gut 50 Kilometer folgt die Straße dem Timbavati River durch vielfältige Landschaften. Das Leeubron Water Hole auf der S39 gilt unter Fotografen als einer der zehn besten Orte für Tierfotografie. Hier wurden schon Krüger’s legendäre weiße Löwen beim Trinken gesichtet. Der Timbavati Picknickplatz, in dessen Nähe sich gerne Elefanten aufhalten, eignet sich für eine Pause. Weiter Richtung Norden haben sich Koritrappen angesiedelt, der schwerste fliegende Vogel Afrikas. Übernachtet wird im Olifants Rest Camp. Über dem Fluss gelegen, können Urlauber von hier das Abenteuer Krügerpark von der Terrasse aus genießen.

Hluhluwe-iMfolozi: Auf Safari in einem der ältesten Schutzgebiete Afrikas
Gut drei Stunden nördlich von Durban in KwaZulu-Natal befindet sich der Hluhluwe-iMfolozi-Nationalpark, eines der ältesten Schutzgebiete des Kontinents. Die beiden Seiten des Parks, Hluhluwe im Norden und iMfolozi im Süden, unterscheiden sich in ihrer Flora und Fauna, so dass die Wildtiere zu verschiedenen Jahreszeiten in unterschiedliche Regionen des Reservats wandern. Während die Hluhluwe-Seite eher hügelig ist und über wunderschöne Aussichtpunkte verfügt, bietet die iMfolozi-Seite mit ihrem offenen Grasland die besseren Voraussetzungen für Tierbeobachtungen. Vor allem die Sontuli Loop ist ein guter Ort, um Löwen, Wildhunde und Geparden zu sichten. Auf beiden Seiten des Parks gibt es geteerte Straßen sowie Schotterpisten, die mit einem normalen Mietwagen befahren werden können.

Auf City- und Busch-Safari im Pilanesberg Nationalpark
Rund zwei Stunden von Johannesburg entfernt befindet sich der Pilanesberg Nationalpark. In einem ehemaligen Vulkankrater gelegen, beherbergt der Park die berühmten Big Five sowie viele weitere Tierarten wie Geparden, Gnus, Nilpferde, Krokodile und viele mehr. Wer mit dem eigenen Mietwagen hineinfährt, zahlt 2,50€ pro Fahrzeug und knapp 7€ pro Person Eintritt. Bevor es auf Safari geht sollten sich Urlauber die Straßenkarte des Parks am Eingang besorgen und sich über die Schließzeiten der Gates informieren. Ein 200 Kilometer langes Straßennetz führt durch den Park. Von den zwei geteerten Hauptstraßen führen kleinere Schotterpisten zu Wasserlöchern, Aussichtspunkten und Picknickplätzen. Letztere eignen sich für kleine Pausen und einen Snack und sind mit Toiletten ausgestattet. Günstige Übernachtungsmöglichkeiten gibt es sowohl im als auch rund um den Park, wie das Legae La Tshepo Bed&Breakfast gut fünf Kilometer vor den Toren des Parks für 40€ für zwei Personen pro Nacht.

Mit Hop-on Guide durch den Addo Elephant Nationalpark
Der bei Urlaubern beliebte Addo Elephant Nationalpark bietet Safari-Selbstfahrern einen besonderen Service: Die Hop-on-Guides stammen aus den umliegenden Gemeinden und teilen mit Besuchern im eigenen Fahrzeug ihr tief verwurzeltes Wissen rund um den Park und die Tiere. Die zweistündige Begleitung durch einen Guide kostet rund 13€. Wie der Name schon sagt, ist der Addo Elephant Nationalpark vor allem für seine riesigen Elefantenherden bekannt, beheimatet aber auch die Big Five sowie eine beeindruckende Vielfalt an Vogelarten. Um das Beobachten der Tiere zu erleichtern, gibt es mehrere Wasserlöcher und Chalets zum Beobachten der Vögel. Wie in jedem Park oder Reservat ist es ratsam, so früh wie möglich da zu sein, denn dann sind alle Raubtiere aktiver. Urlauber sollten immer genügend Wasser dabeihaben und jemanden darüber informieren wo es hin geht und zu welcher Zeit sie planen zurückzukehren.

Südafrika - Challenge 2009

(c) www.southafrica.net

Die Safari-Netiquette
Wer das erste Mal auf Safari geht, muss sich entscheiden: Fahre ich selbst oder buche ich eine organisierte Tour. Wer selbst fahren möchte, sollte diese Regeln beachten:

1. Wählen Sie einen Park mit guter Beschilderung und öffentlichen Einrichtungen innerhalb der Parkgrenzen. Südafrika verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und bietet eine Vielfalt an Nationalparks, ideal zum Erforschen mit dem eigenen (Miet-)Wagen.

2. Besorgen Sie sich am Eingang eine Straßenkarte und planen Sie Ihre Safari so, dass Sie den Park innerhalb der Öffnungszeiten rechtzeitig wieder verlassen können. Die Schließzeiten der Parks variieren im Sommer und Winter, orientieren sich aber zumeist am Sonnenaufgang und -untergang. Informieren Sie Ihre Unterkunft immer darüber, wo sie hinfahren und zu welcher Zeit Sie planen, zurückzukehren.

3. In einigen Parks gibt es Restaurants und Shops, in anderen aber nicht. Nehmen Sie daher ausreichend Proviant und Getränke mit.

4. Wie in jedem Park oder Reservat ist es ratsam, so früh wie möglich da zu sein, denn dann sind alle Tiere aktiver.

5. Halten Sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, denn diese sorgen nicht nur für die Sicherheit der Tiere, erleichtern aber auch das Beobachten des Buschlebens. Und fahren Sie nur auf ausgewiesenen Straßen und Wegen.

6. Ranger empfehlen: Schaue durch den Busch und nicht auf den Busch! Tauschen Sie sich auch mit anderen Selbstfahrern im Park aus und fragen Sie sie, was sie gesehen haben. Nehmen Sie Tierbücher mit, um die gesehenen Tiere zu identifizieren und mehr über sie zu erfahren.

7. Bitte verlassen Sie Ihr Fahrzeug nicht. Das ist zu Ihrer Sicherheit – denn selbst wenn Sie keinen Löwen oder Leoparden in der Nähe sehen, bedeutet das nicht, dass sie nicht da sind. Es gibt Ausnahmen von dieser Regel (z.B. bestimmte Aussichtspunkte, Picknickplätze und Walking Trails), die jedoch gut ausgeschildert sind.

8. Füttern Sie niemals Tiere. Wenn Tiere lernen, Nahrung mit Menschen zu verbinden, können sie aggressiv und krank werden. Hinterlassen Sie keinen Müll, auch keine organischen Abfälle. Einige Tiere fressen alles, was sie finden.

9. Bitte stören Sie die Tiere nicht. Vermeiden Sie Lärm und plötzliche Bewegungen, verwenden Sie keine Taschenlampen und versuchen Sie nicht, die Aufmerksamkeit der Tiere zu erregen. Die Tierwelt in den Nationalparks ist an Autos gewöhnt. Sie wissen, wie sie aussehen, wie sie klingen und wie sie riechen. Für die meisten Tiere in den Nationalparks sind Autos nur ein harmloser Teil der Landschaft. Aber wenn sich die Form plötzlich ändert und die Form eines Menschen entsteht, wittern sie Gefahr.

10. Verfolgen Sie die Tiere niemals mit Ihrem Fahrzeug (oder zu Fuß!) und denken Sie daran, Tiere haben im Reservat immer Vorfahrt.

11. Schalten Sie Ihren Motor immer aus, wenn Sie Wildtiere aus nächster Nähe beobachten.


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