REVIVE: Portugal schreibt Entwicklung touristischer Infrastruktur aus

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Berlin, 6. Mai 2019 – Staatliche Denkmäler sind ein wichtiger Teil der Geschichte eines Landes und gelten als Zeugnis der kulturellen Entwicklung einer Region. Sie machen eine Region nicht nur attraktiver, sondern tragen auch zur Entwicklung des Tourismus bei. Deshalb ist der Erhalt der Denkmäler von entscheidender Bedeutung: Einerseits sollen sie Reisenden zugänglich gemacht werden, andererseits müssen sie auch künftigen Generationen als Kulturgut erhalten werden. 

Um genau diesen Spagat hinzubekommen, entwickelte die portugiesische Regierung das Projekt REVIVE. Dieses Projekt stellt staatliche Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen, in einer Ausschreibung privaten Investoren zur Verfügung. Damit können diese zu wirtschaftlichen Zwecken und zur Förderung des regionalen Tourismus umgewandelt werden. Ziel ist es, leerstehendes, öffentliches Eigentum zu restaurieren, die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und besonders in den ländlichen Regionen neue Arbeitsplätze und höheren Wohlstand zu schaffen. 

Aktuell sind vier Ausschreibungen offen, für die Investoren diesen Sommer Vorschläge einreichen können. Noch bis zum 8. Mai sind die Bewerbungen für das Mosteiro de Lorvão im Distrikt Coimbra offen. Das Kloster, welches architektonische Elemente aus dem Mittelalter besitzt, verfügt über 90 Räume und ist derzeit das größte Grundstück im Revive-Programm mit einer Fläche von über 9.000 km². In der kleinen Stadt Vila Nova de Cerveira im Distrikt Viana do Castelo ist bis zum 5. Juni eine mittelalterliche Burg im Angebot. Vila Nova de Cerveira ist aufgrund der Kunstausstellung „Bienal de Cerveira“ ein Ziel für kulturinteressierte Touristen. Unweit von Lissabon am Bahnhof Caxias in der Gemeinde Oeiras liegt die ehemalige Ferienresidenz der Königsfamilie. Mit einem atemberaubenden Gartenkomplex ist diese Immobilie die neuste Ausschreibung und noch bis zum 6. Juni für Teilnahmeanträge offen. Bis zum 5. Juli ist das Convento do Carmo in Moura im ruhigen Alentejo ausgeschrieben. Es handelt sich dabei um das erste Kloster des Karmeliterordens auf der Iberischen Halbinsel.

Um einen Zuschlag zu erhalten, müssen sich Investoren an den architektonischen, kulturellen, sozialen und ökologischen Vorgaben orientieren, die das REVIVE Programm vorgibt. Das gesamte Programm wird von Fachleuten der Generaldirektion für Finanzen, der Generaldirektion für Kulturerbe und von Turismo de Portugal betreut. Private Investitionen werden mit speziell entwickelten Finanzinstrumenten gefördert. Weitere Informationen unter https://revive.turismodeportugal.pt/en.


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