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Namibia – Nachhaltigkeit als Tourismusstrategie

Namibia ist ein Land von ursprünglicher, natürlicher Schönheit und lockt jedes Jahr tausende Besucher aus aller Welt an. Der Tourismus ist einer der stärksten Wirtschaftsfaktoren und einer der größten Arbeitgeber des Landes. Dementsprechend ehrgeizig sind die staatlichen Bemühungen, dieses einzigartige touristische Produkt zu bewahren: Namibia ist das erste Land der Welt, das den Naturschutz fest in seiner Verfassung verankert hat. Mehr als 43 Prozent des Landes stehen heute als Naturreservat oder Nationalpark unter besonderem Schutz.

Seit einigen Jahren ist „KAZA“ in aller Munde. Hinter dem Begriff versteckt sich die Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA) – mit 519.912 Quadratkilometern eines der weltweit größten grenzübergreifenden Naturschutzgebiete. KAZA verbindet Regionen in Namibia, Angola, Botswana, Sambia und Zimbabwe.

Auch der World Wildlife Fund (WWF) arbeitet gemeinsam mit Regierungsvertretern und nationalen Organisationen daran, weite Landstriche in Sachen Umweltschutz und Tourismus nachhaltig zu verwalten. Die Lösung heißt „Conservancy“, zu Deutsch Gemeindeschutzgebiet. Durch das Erfolgsmodell der „Communal Conservancies“ tragen die einzelnen Gemeinden die Verantwortung für den Schutz ihrer Region und der natürlichen Ressourcen, die Verwaltung des Gebiets sowie ihre wirtschaftliche Nutzung. So wird sichergestellt, dass jede einzelne Gemeinde vom Tourismus profitiert – direkt durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und indirekt durch die Entwicklung der Infrastruktur des Landes. Heute bestehen 82 registrierte Communal Conservancies in Namibia, die sich auf über 161.900 Quadratkilometer erstrecken.

Weite, Weite, Meer und Wüste – Die Skelettküste

Bereits der Name besitzt etwas Raues und Verwunschenes – Skelettküste. Die Nebelfelder an der schroffen Küste Namibias, verursacht durch den eisigen Benguela-Strom, führten in der Vergangenheit immer wieder Seefahrer ins Unglück. Noch heute gibt es hier Schiffswracks aus vergangenen Zeiten zu sehen. Und doch ist es eine Region von einzigartiger Schönheit. Der Skeleton Coast Park reicht vom Ugab River im Süden über 500 Kilometer bis zum Kunene River im Norden und stellt ein Drittel der Küste Namibias unter besonderen Schutz. Über 16.845 Quadratkilometer erstrecken sich schroffe Küste, windverwehte Dünen, tiefe Canyons, weite Berghänge und unberührte Sandstrände. Es ist die Heimat von Wüstenelefanten und Springböcken, Löwen und Giraffen, dem seltenen Spitzmaulnashorn und riesigen Robbenkolonien. Während der nördliche Teil des Parks als Konzessionsgebiet geschützt und nur auf einer Fly-In Safari erlebt werden kann, darf der südliche Teil zwischen Ugab und Hoanib River mit einer Genehmigung des Ministry of Environment and Tourism (MET) durchfahren werden.

Der Luxus der Weite – vom Camping zum Glamping

„Glamping“ – diese Wortkreation aus den englischen Begriffen „Glamorous“ und „Camping“ gehört wohl zu den Trend-Begriffen in der Reisebranche. Glamping – das ist ökologisch nachhaltiger, „grüner“ Urlaub inmitten der Natur, ohne goldene Türknöpfe doch nicht ohne Komfort. Es ist eine „stille“ Form des Luxus, der sich in erster Linie aus der Nähe zur Natur begründet.

Was in anderen Ländern ein neuer Trend ist, ist in Namibia längst angekommen. Die Camps von Wolwedans und Wilderness Safaris sind nur zwei Vorzeige-Beispiele für das Glamping-Angebot des Landes. Erbaut aus Holz und Zelttuch können die Camps eben so schnell auf- als auch wieder abgebaut werden. Sie hinterlassen keine Spuren in der naturgeschützten Landschaft. Den Luxus der Natur erleben Ruhesuchende zum Beispiel bei Wolwedans: Die Camps liegen in atemberaubender Landschaft zwischen Wüste und Gebirge im weiten NamibRand Nature Reserve, das über 200.000 Hektar groß ist. Das Private Camp bietet beispielsweise Platz für gerade einmal vier Personen, die hier in ihrem Haus auf Holzstelzen und einem Himmelbett inmitten der goldgelben Wüste echte afrikanische Einsamkeit erfahren können. Wilderness setzt mit dem Serra Cafema Camp auf luxuriöse Zeltvillen im Schatten der Albida-Bäume am Ufer des Kunene River, weit abgelegen im unberührten Norden des Landes, an der Grenze zu Angola. Das Desert Rhino Camp ist eine stille Oase mit angeschlossenem Tierschutz-Fond und liegt inmitten des Palmwag Konzessionsgebietes im Damaraland, zwischen uralten Weltwitschia-Pflanzen und den seltenen Spitzmaulnashörnern.

Abenteuerparadies Namibia

Ob Sandboarding und Quadbiking in der ältesten Düne der Welt, Kayak-Touren auf dem Orange River, Kitesurfen im Küstenstädtchen Lüderitz oder Abfahrt-Ski in der Wüste – Namibia ist ein wahres Paradies für Outdoor-Fans und Fun-Sport-Liebhaber, die die Nähe zur unberührten Natur suchen. Wer lieber mit beiden Füßen auf dem Boden bleibt, kann das „Land der Weite“ auf zahlreichen Wander- und Trekkingpfaden entdecken – zum Beispiel auf dem Tok Tokkie Trail, dem heimlichen Star des Bestsellers „Hummeldumm“, oder in der faszinierenden Wüstenlandschaft von Sossusvlei – über 300 Meter ragen dort die Sanddünen in den Himmel und bieten von oben grandiose Ausblicke auf ein farbenprächtiges Sandmeer. Auch die bizarre Mondlandschaft bei Swakopmund mit ihren kraterähnlichen Gesteinsformationen lässt sich bestens zu Fuß oder per Allradfahrzeug erkunden.

Die Wüste blüht – Reisen in der Green Season

Die sogenannte „Green Season“ erstreckt sich etwa von November bis April. Die Temperatur steigt, die Vegetation erstrahlt in den verschiedensten Schattierungen von sattem Grün und sogar die Wüste beginnt zu blühen. Bei vielen Namibiern kehrt echte Freude ein, wenn die ersten Wolken auftauchen und es nach Regen aussieht. „Regen gucken“ ist tatsächlich eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Namibier. Dann wird nicht selten die Familie mitsamt Picknickkörben ins Auto gepackt und dem Regen nachgefahren.
Reisen in der Green Season ist ein Geheimtipp unter Namibia-Fans. Viele Tierbabies werden in dieser Jahreszeit geboren und Hobby-Ornithologen erleben einen einzigartigen Reichtum verschiedener Vogelarten. Insbesondere Fotografen schätzen diese Reisezeit, denn nun zeigt sich das Land von seiner dramatischen Seite: spektakuläre Wolkenformationen, kurze, kräftige Regenschauer und gleich darauf wieder ein klarer, blauer Himmel, vor dem sich Felsformationen und Sanddünen malerisch absetzen.

Doch auch Feinschmecker lieben diese Jahreszeit, in der die von Termiten kultivierten Omajova-Pilze in Fülle am Straßenrand verkauft werden. Die Schirmpilze besitzen ein unverwechselbares Aroma und werden in allen Variationen verspeist, ganz schlicht in Butter gebraten und gesalzt, mit Sahne oder als Omelette. Außerdem ist zwischen März und Mai Trüffelzeit in der Kalahari – allerdings nur, wenn die Regenzeit zuvor ergiebig war. Trüffelragout, Trüffelsuppe, Trüffelcarpaccio – das edle Erdgewächs findet in zahlreiche Gerichte Einzug.

Namibias Süden – Geisterstädte, Diamantenrausch und die endlosen Weiten des Sperrgebiets

Namibias Süden ist die Heimat des zweitgrößten Canyons der Welt, des Fish River Canyons, der wilden Wüstenpferde von Garub und des berühmten Sperrgebiet Nationalparks. Es ist eine Region, in der die Vergangenheit des Landes nach wie vor lebendig ist.

Der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz landete 1487 als erster Europäer in der Bucht von Lüderitz, die damals noch namenlos war. Bevor er weitersegelte, errichtete er traditionsgemäß ein Steinkreuz mit Wappen an der Diaz-Spitze auf der Lüderitzhalbinsel. Der Bremer Tabakhändler Adolf Lüderitz landete rund 400 Jahre später, im Jahr 1883, in Angra Pequena und nannte das Fleckchen Land „Lüderitzbucht“.

Das Stadtbild von Lüderitz erinnert mit seinen Jugendstilbauten noch heute an die vergangenen Zeiten, in denen Namibia vom Diamantenfieber beherrscht wurde. Nahe der heutigen “Geisterstadt” Kolmanskop entdeckte der Bahnarbeiter Zacharias Lewala im Jahr 1908 an einer Bahnlinie nahe Kolmanskop einen glänzenden Stein im Sand. Die Nachricht des Diamantenfundes verbreitete sich in Windeseile und erzeugte einen wahren Diamantenrausch im Land. Tausende Glücksuchende machten sich auf den Weg in die „Diamantenregion“ und mitten in der endlosen Wüste erwachte das kleine Städtchen zum Leben. Doch bald entdeckte man noch größere Diamantenvorräte im tieferen Süden, nahe Oranjemund, und Kolmanskop versank buchstäblich in Leere und Sand. Heute stehen die großzügigen Bauten längst vergangener Tage, von Wind und Sand gezeichnet, vollkommen leer, wie Skelette in der Einsamkeit. Der Ort eignet sich hervorragend für bizarre Fotoaufnahmen.

Namibia kulinarisch

Wäre Namibia ein einziges Gericht – es würde reich und aromatisch schmecken, rein und natürlich, ohne Geschmacksverstärker und mit einem Schuss Exotik. Eine kulinarische Reise durch Namibia führt vorbei an traditionellen Gerichten mit Kürbis und Süsskartoffeln, macht Ausflüge zu Käse und Olivenöl, aromatischen Melonen und zarten grünen Spargel aus Swakopmund und lädt ein auf einen Abstecher zu den „Omajovas“ – einer ganz besonderen Pilzsorte, die am Fuß von Termitenhügeln wächst. Fischliebhaber dürfen sich über das reiche Angebot an frischem Fisch wie Kabeljau, Seehecht, Dorade und Makrele sowie Meeresfrüchten wie Muscheln, Langusten oder Austern von den in Gourmetkreisen berühmten Austernbänken in der Lagune Walvis Bay freuen.

Am berühmtesten ist Namibia aber wohl für sein exzellentes Fleisch: Ob gegrillt, geschmort oder auch getrocknet – Rind, Wild und Co. sind fester Bestandteil der namibischen Küche. Auf keiner kulinarischen Reise nach Namibia sollte das landestypische „Braaien“ fehlen. Dabei versteckt sich hinter dem Begriff mehr als nur Grillen – Braaien ist ein gesellschaftliches Ritual und wer zum ersten Mal dabei ist, sollte genug Zeit einplanen. Auch hier stimmt das schöne Sprichwort: „Ihr habt die Uhr – wir haben die Zeit.“ Dazu wird gerne ein „Rock Shandy“ oder ein kühles Windhoek oder Tafel Lager getrunken – letztere werden übrigens nach deutschem Reinheitsgebot gebraut.

Namibia Tourism Board:
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